Fehler im Tunneldigger-Watchdog Paket – Manuelle Abhilfe

Wir nutzen auf unseren kleinen Routern den Tunneldigger, um per L2TP eine Verbindung zu unseren Supernodes aufzubauen. Da dieser Daemon von Zeit zu Zeit mal die Verbindung verlieren kann und nicht wieder von alleine aufbaut, wurde ein watchdog geschrieben, der in den Standard-Einstellungen alle 5 Minuten überprüft, ob eine aktive Verbindung besteht. Ist dies nicht der Fall, wird der Dienst wieder gestartet.

Da wir immer mal wieder Knoten haben, die offline gehen, sind wir seit ein paar Tagen auf der Suche nach der Ursache bzw. nach einer Umgehung des Problems. Ich habe nun gestern herausgefunden, dass die Ursache ein Fehler im Paket war. Der Fehler wurde nach meiner Rückmeldung zeitnah gefixt, danke dafür 🙂 Der Fix bedeutet aber nicht, dass dies nachträglich bei allen Geräten automatisch eingeschaltet ist, hier ist eine neue Firmware nötig. Wir selbst sind an einer neuen Firmware dran, bis diese aber getestet und ausgerollt wird, dauert es noch ein paar Tage. Falls jemand das Problem vorher per Hand lösen möchte, hier eine kleine Anleitung.

Auf den Routern gibt es seit Gluon 2016 ein Verzeichnis micron.d unter /usr/lib. Die Dateien in diesem Verzeichnis werden aufgegriffen und als cron-Job genutzt. Das Problem ist, dass die Tunneldigger-Datei nicht in das korrekte Verzeichnis gelegt wurde, da in dem Pfad ein Punkt fehlt. Dies führt dazu, dass kein cron-Job angelegt wird und es keine Überprüfung gibt.

micrond Verzeichnis

Wir brauchen nun drei Zeilen, um die Datei an den korrekten Ort zu bewegen und den Dienst micrond sowie cron neu zu starten. Danach prüft das Skript wie gewünscht die Verfügbarkeit alle fünf Minuten.

Wenn wir unsere neue Firmware mit dem eingebauten Fix ausrollen, wird es eine entsprechende Meldung hier dazu geben.

About the author: Jan

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